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Ingo Pill, Staff Scientist, Trustworthy Adaptive Computing

Ingo Pill ist seit 2020 als Staff Scientist bei SAL im Bereich Trustworthy Adaptive Computing tätig. Seine wissenschaftliche Laufbahn hat er an der TU Graz begonnen und ist dort für insgesamt zwanzig Jahre geblieben: zunächst als Master- und Doktoratsstudent für Telematik (heute Information and Computer Engineering) und später als Senior Researcher. Bei SAL forscht Ingo unter anderem im DES LAB (Dependable Embedded Systems), ist Board Member im SAL-DC (Doctoral College) und stellvertretender Leiter zweier Research Units.

Fun Fact – oder was auch Ingos Kolleg:innen bis jetzt vielleicht noch nicht über ihn wussten:

  • Er hat mehr Griller zu Hause, als er jemals Autos besessen hat (sechs an der Zahl),
  • 1.500 elektronische und gedruckte Bücher,
  • … und mehrere Aquarien! ;-)

Ingo Pill (dritter von links) bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen der Fondazione Bruno Kessler und SAL.

„Bei SAL wird der gesamte Forschungsprozess abgedeckt“

Lieber Ingo, womit beschäftigst du dich in deiner Forschung – kurz und knapp und für Laien und Laiinnen verständlich?

Mein Background liegt in der Telematik – einer Mischung aus Mathematik, Informatik und Elektrotechnik/Elektronik – und ich habe mich auf den Bereich formale Methoden und AI spezialisiert. Einfach gesagt beschäftige ich mich damit, Systeme zu designen, die genau das tun, was sie sollen. Gleichzeitig geht es um Fehlerdiagnostik und darum, Systemen beizubringen, ihre Fehler selbst zu erkennen und auch bei Störungen nicht vollständig zu versagen, sondern ihre Aufgaben bestmöglich zu erfüllen. Solche Systeme nennt man resilient systems und ein klassisches Beispiel dafür sind selbstfahrende Fahrzeuge.

Wofür bist du neben der Forschung bei SAL noch verantwortlich?

Im Vergleich zu meiner Arbeit an der TU Graz ist bei SAL noch mehr Aufbauarbeit zu leisten und wir sind dabei, Forschungsstrategien für unsere Research Units und unsere Research Division zu entwickeln. Neben meiner Forschung bin ich damit auch an der strategischen Entwicklung beteiligt. Zusätzlich fungiere ich als stellvertretender Leiter von zwei Research Units in der Embedded Systems Division, bin Vorstandsmitglied im SAL Doctoral College und unterrichte an der TU Graz.

Worin liegt für dich der Unterschied zwischen der Forschung, die du bei SAL betreibst und der universitären Forschung an der TU?

Einer der Unterschiede besteht für mich im TRL (Technology Readiness Level). An der Universität ist das TRL niedriger und man arbeitet fast ausschließlich an Konzeptentwicklungen. Bei SAL ist die Forschung – je nach Projekt – sehr vielseitig, teilweise sind wir noch in der Grundlagenforschung, während wir in anderen Projekten schon kurz vor der Prototyp- oder Produktentwicklung stehen. Bei SAL wird somit der gesamte Forschungsprozess abgedeckt, wodurch wir nicht nur mit universitären Partnern, sondern auch mit Industrieunternehmen eng zusammenarbeiten.

Danke für die Erklärungen, Ingo! Letze Frage: Was steht für dich in den nächsten Monaten an? Ich habe gehört, einige spannende Events warten auf dich …

Im September findet der DX Workshop (Workshop on Principles of Diagnosis) in den USA statt, bei dem ich mir mit Johan de Kleer (PARC) den Vorsitz teile. Im Jänner werde ich eines der begehrten Dagstuhl Seminare ko-organisieren; eine Gelegenheit, über die ich mich sehr freue.

Weiters stehen diverse AI-Konferenzen an, in denen ich im Programmkomitee sitze. Diese stellen nicht nur eine großartige Möglichkeit für mich selbst dar, sondern für mein gesamtes Team.

Erfahre mehr über das Dagstuhl Seminar 2024

Ingos Top Tipp für Deine Bewerbung bei SAL

 

„Da wir noch ein junges Unternehmen sind, ist SAL relativ flexibel in Bezug auf ausgeschriebene Stellen. Unsere Teams sind sehr stark miteinander verknüpft und es wird bereits bei der Bewerbung berücksichtigt, ob jemand auch für eine andere Stelle bzw. ein anderes Team in Frage kommen könnte. Daher ist es wichtig, von Anfang an zu kommunizieren, wo die eigenen Stärken und Forschungsinteressen liegen. Seid authentisch als Forscher:innen und seht das Bewerbungsgespräch als Dialog, der in beide Richtungen geht.“

 

Wer ist dein berufliches Vorbild?

Im RTO-Kontext sind das für mich Johan De Kleer (PARC) und Alessandro Cimatti (Fondazione Bruno Kessler). Die beiden sind exzellente Wissenschaftler, die mich schon lange in meiner Karriere begleiten und in der „Champions League“ der Forschung ganz vorne dabei sind. Wenn es jemanden gibt, den ich immer wieder in einem Konsortium dabeihaben möchte, dann sind es die beiden!

Was war dein bisheriges Highlight bei SAL?

Einer meiner „Meilensteine“ war der Abschluss der Kooperationsvereinbarung zwischen der italienischen Fondazione Bruno Kessler und SAL, an der ich maßgeblich beteiligt war. Ein weiteres Highlight war der Besuch zweier Forscher des amerikanischen Forschungszentrums PARC bei SAL im Sommer 2022.

Was schätzt du an SAL?

Das SAL DC liegt mir persönlich sehr am Herzen. Dabei handelt es sich um ein Doktorats-Ausbildungsprogramm, in dem wir mit industriellen, akademischen und wissenschaftlichen Partnern auf (inter-)nationaler Ebene zusammenarbeiten. Das Programm ist einzigartig für SAL und stärkt unseren Scientific Impact. Im Zuge dessen bin ich im DES Lab (Dependable Embedded Systems) beschäftigt, in dem wir mit der TU Graz eng zusammenarbeiten. Dort haben wir ein relativ niedriges TRL. Das bedeutet, wir sind nahe an der Grundlagenforschung, was wissenschaftlich gesehen sehr spannend ist. Damit ist auch mein Forschungsdrang bei SAL gut bedient!

Erfahre mehr über das SAL DC 

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