EMI Clean Converters

Elektromagnetische Störungen frühzeitig erkennen statt kostspielig nachbessern: Mit unserem Simulationsframework können EMV-Risiken bereits während der Entwicklung leistungselektronischer Systeme bewertet und minimiert werden.

Die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) ist ein entscheidender Faktor für die erfolgreiche Markteinführung elektronischer Produkte. Da die EMV-Konformität häufig erst in späten Entwicklungsphasen überprüft wird, führen notwendige Anpassungen oft zu erheblichen Zusatzkosten und Verzögerungen.

Durch die frühzeitige Berücksichtigung von EMV-Aspekten bei der Entwicklung leistungselektronischer Systeme lassen sich diese Risiken deutlich reduzieren. Im Rahmen dieses Projekts entwickeln wir ein Simulationsframework für leistungselektronische Hardwaredesigns, das unseren Partnern ermöglicht, elektromagnetische Störungen (EMI) bereits während des gesamten Entwicklungsprozesses zuverlässig vorherzusagen und zu bewerten. Dadurch können potenzielle Probleme frühzeitig erkannt und kosteneffizient behoben werden, bevor sie in der Praxis auftreten.

Umfang

  • Wir nutzen modernste leistungselektronische Entwürfe, um Simulationsverfahren sowie Methoden zur Komponentenmodellierung zu entwickeln und unseren Partnern die Anwendung dieser praxisnahen Ansätze in ihren Unternehmen zu ermöglichen.
  • Diese Verfahren erlauben die Modellierung aller relevanten Komponenten und deren Integration in den entwickelten Simulationsablauf. Die Komponentenmodelle werden dabei weit über ihren funktionalen Modellbereich hinaus erweitert, beispielsweise durch die Berücksichtigung eines erweiterten Frequenzbereichs sowie des Einflusses unterschiedlicher Betriebspunkte. Die Projektpartner werden in der Lage sein, diese Modelle selbstständig zu erstellen und die entwickelten Simulationsverfahren anzuwenden.
  • Zur Begrenzung der Simulationszeiten auf ein praktikables Maß kommen Methoden des Reduced Order Modeling (Modellierung reduzierter Ordnung) zum Einsatz.
  • Darüber hinaus setzen wir Algorithmen des maschinellen Lernens ein und nutzen Surrogatmodelle, um globale Optima bei der Auslegung im Spannungsfeld zwischen EMV-Leistung und Kosten zu identifizieren.
  • Wir entwickeln Simulationsverfahren sowohl für leitungsgebundene als auch für abgestrahlte Emissionen in einem Frequenzbereich von bis zu mehreren hundert MHz und gehen damit deutlich über den aktuellen Stand der Technik hinaus.

Projektfakten

  • Projektstart: Q2 2026
  • Internationales Konsortium mit zahlreichen Industriepartnern
  • Vierjährige Projektlaufzeit

Vorteile für die Industrie

  • Attraktive Kofinanzierung: SAL übernimmt 50 % des Projektvolumens. Unternehmen tragen lediglich 25 % in bar und 25 % in Form von Sachleistungen. Erfahren Sie mehr.
  • Wettbewerbsvorteil:
    • Frühzeitige Abschätzung elektromagnetischer Störungen (EMI) in leistungselektronischen Systemen durch die Nutzung des im Projekt generierten geistigen Eigentums.
    • Aufbau eines umfassenden Verständnisses des „Design for EMC“-Ökosystems sowie Bereitstellung geeigneter Komponentenmodelle und Schnittstellen.
  • Risikominimierung: Frühzeitige Erkennung von EMV-Problemen und Vermeidung zusätzlicher Kosten sowie zeitlicher Verzögerungen durch nicht bestandene EMV-Zertifizierungen.
  • Innovation: Zugang zu zukünftigen EMV-Modellierungs- und Simulationsmethoden sowie die Möglichkeit, neue technologische Trends frühzeitig zu erforschen.
  • Partnerschaft: Zusammenarbeit in einem wegweisenden und effizienten Innovationsökosystem.
  • Marktvorteil: Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit durch die Implementierung von „Design for EMC“.

Interesse geweckt?

Kontaktieren Sie uns und erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit.

Ihr Ansprechpartner

Foto von Dr. Bernhard Auinger

DI Dr. Bernhard Auinger

Head of Research Unit Coexistence & Electromagnetic Compatibility (CEMC)

E-mail: contact@silicon-austria.com

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